Lernen und Lehren in der virtuellen Welt

Wissen Sie noch? Damals – während der Schulzeit? Mochten Sie das Lernen? Wenn ja, dann waren Sie motiviert, wissbegierig, hatten gute Noten. Manchmal trotz des Unterrichts. Trotzdem!? Sie wissen vielleicht schon worauf ich hinauswill …

Unterricht von Vorn

Die klassische Form des Unterrichts war, und ist oftmals noch, die der Wissensvermittlung per Vortrag, dem Frontalunterricht. Diese Form erleichtert dem Lehrenden das Erfüllen von Inhalten des Lehrplans, des Curriculums, und macht Unterrichtserfolg leichter messbar. Theoretisch jedenfalls.

Aus-Wirkung

Die Realität, und verschiedene Studien zum erfolgten Transfer von Wissen haben allerdings gezeigt, dass nicht alles „rüberkommt“, was auf diese Weise vermittelt wird. Seit dieser Erkenntnis wird das Lernen an sich in vielen verschiedenen Formen erprobt.

Selbstverantwortung

Ich kann mich noch gut an das Stationenlernen erinnern, das versuchsweise in den Schulklassen eingeführt wurde. Auch projektbezogenes Arbeiten wurde nun regelmäßig eingesetzt. Beides bot unterschiedliche Anreize des Lernens in mehr Selbstverantwortung.

Dass es im Lernerleben von Kindern zu eher unterschiedlichen Ergebnissen und Wirkungen führte, hat dafür gesorgt, dass es keine reine Erfolgsformel wurde, und der Frontalunterricht ging nebenher weiter.

In der Erwachsenenbildung

Heute, in der Welt der Erwachsenenbildung, findet sich – erstaunlicherweise, oder vielleicht auch gerade nicht – vielfach ebendiese Form des Unterrichts, die des Frontalunterrichts.

Teilnehmer werden strukturiert durch die Unterrichtsinhalte geführt, orientiert am Lehrplan, dem Curriculum, mit einem ergänzenden Handout versorgt, und über das Entstehen, Werden und Wirken ihres jeweiligen Themas verbal ins Bild gesetzt.

Frontalunterricht ist immer noch die Unterrichtsform, die am besten messbar in ihren Ergebnissen ist, die am leichtesten das Ziel des Erfüllens der Inhalte erreichen lässt, wie es scheint.

Transfer

Ja, und wie ist es hier mit dem Transfer? Sind die Erwachsenen damit erfolgreicher, als die Kinder es sind?

Naja, wir wissen, dass es natürlich auch bei den Erwachsenen auf dieselben Umstände ankommt, wie letztlich bei den Kindern. Ob etwas verstanden, behalten und angewendet werden kann, hängt stark von den mit dem Thema und der Lernerfahrung verbundenen Erlebnissen ab. Und vom Einsatz des Einzelnen.

Die „Standard-Antwort“ auf Lerninhalte, die absolviert werden müssen, um für Zeugnisse oder Zertifikate gute Noten zu erhalten, heißt auch heute noch: Lernen, genauer gesagt, auswändig lernen.

Freies Lernen

Dabei haben wir heute schon moderne Versionen der Lernüberprüfung in der Erwachsenenbildung, soweit es nicht offizielle Abschlüsse, wie Berufsausbildungen mit Überprüfung durch Kammern, betrifft: Das freie Verwenden von Unterrichtsmaterialien und das eigenständige Recherchieren im Internet nach Bedarf.

Dieses ist natürlich dem Gedanken geschuldet, dass Erwachsene sich selbst motivieren, und individuelle Lösungen zur Wissensaufnahme einsetzen, um sich selbst die genau richtige Menge des Wissens zuzuführen, die es braucht, um sich ein Thema erfolgreich zu erschließen und für den Praxistransfer einsetzen zu können.

Dummerweise haben nicht alle Erwachsenen gelernt selbstverantwortet aus eigenem Antrieb heraus zu lernen, und sich dabei angemessen zu organisieren.

Auf die Dosis kommt es an

Das macht es Dozenten der Erwachsenenbildung nicht immer leicht die geforderten Inhalte eines Lehrplans in der richtigen Dosis auf die passende Art und Weise zu den Teilnehmern zu bringen. Ähnlich, wie damals in der Schule, sind auch im Bereich des Erwachsenenlernens vielfach die „Klassen“ sehr groß, und die Vorkenntnisse der Teilnehmer sehr verschieden. Darüber hinaus stehen vermehrt sprachliche Hindernisse im Raum, die es Teilnehmern mit Migrationshintergrund erschweren sich Inhalte eigenständig zu erschließen.

Bildung heute

In der Welt des Lernens ist längst angekommen, dass Bildung heute anders funktioniert.  Nicht nur durch die Überlegung wie der Mensch eigentlich am besten lernt: Wenn er kreativ sein, sich Inhalte spielerisch aneignen, einen emotionalen Bezug zum Lernstoff entwickeln und den Praxisnutzen erkennen kann, was durch die Darbietung eines Unterrichts zum selbst aktiv werden angeregt wird.

Lernen 4.0

Die digitale Welt durchdringt heute unser aller Leben und ermöglicht es uns neue Wege zu erproben, einzusetzen und umzusetzen. Nicht alles, was machbar ist, befindet sich bereits im Einsatz. Wir alle probieren noch aus, was für wen auf welche Weise richtig gut funktioniert.

Jugendliche haben ein ganz anderes Herangehen an digitales Lernen, als die geburtenstarken Jahrgänge der 60-er Jahre, beispielsweise. Einen allgemeingültigen Standard gibt es noch nicht.

Angekommen ist hingegen, dass gerade das Lernen im virtuellen Raum durch die technischen Möglichkeiten das Umsetzen kreativer, vielfach visueller Inhalte leichter macht.

Die virtuelle Welt erleben

Der e-Trainer Kongress ist dafür ein gutes Beispiel. Das diesjährige Motto des Kongresses lautet: „Schritte ins E-Learning – Anreizen! Anspornen! Anleiten!“

Wir Referenten wollen Ihnen die Welt der digitalen Möglichkeiten des Lernens und Lehrens aus verschiedensten Blickwinkeln näherbringen und erlebbar machen.

Lernen Sie die Möglichkeiten kennen, verstehen Sie, was das für die Praxis bedeuten kann, übertragen Sie Interessantes gedanklich auf Ihr Umfeld, und schauen Sie mal, was das E-Learning für Sie tun kann.

Was es alles gibt

Es geht um eine neue Welt, die sich durch digitale Medien erschließt:

Seminare, E-Events, Webinare, E-Learning Management, Online-Akademien, E-Learning Projekte, mobiles Lernen stehen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite steht die Wirtschaft, die den Anschluss an die Digitalisierung zu verlieren droht, die Herausforderungen, die mit den neuen Medien an uns herangetragen werden: Datenschutz und rechtliche Überlegungen, zum Beispiel.

Kommunikation 4.0

Spannend auch, dass der technische Fortschritt auch die Kommunikation im Beruf stark verändert. Sowohl, was Distanzen angeht, als auch was Inhalte angeht. Externe und interne Kommunikation sind gleichermaßen betroffen. Bis hin zur Welt, in der digitalisierte Personen stellvertretend interagieren – in 3-D.

Lernen heute

Was das Lernen an sich angeht, erfahren Sie auf dem e-Trainer-Kongress mehr darüber, wie Sie gehirngerecht im virtuellen Raum lernen können, wie es mit der Körpersprache funktioniert, wie Transfer erreicht wird, und Vieles mehr.

Mein Beitrag auf dem e-Trainer-Kongress wird eine Moderationsrunde sein:

„Teilnehmerorientierung im E-Learning leicht gemacht“
am Freitag, den 31. März 2017 von 13 – 14.30 Uhr

Ich lade Sie ein zu einem gemeinsamen Gedanken- und Erfahrungsaustausch ein:

als Trainer, die im virtuellen Raum unterrichten oder unterrichten wollen, und als Teilnehmer, die entweder planen virtuellen Unterricht zu nehmen, oder sich bereits im virtuellen Unterricht befinden.

Lassen Sie uns überlegen, was und wie eine gelungenen Teilnehmerorientierung im E-Learning aussehen kann. Wann ist Unterricht im virtuellen Raum gelungen? Wie sieht das aus? Was für Möglichkeiten kennen Sie?

Nehmen Sie Inspiration und Motivation mit nach Hause, in den eigenen Unterricht, in den Betrieb, für den Einsatz und die Arbeit im virtuellen Raum.

Ich freue mich auf Sie – Ihre Stephanie Mertens

 

 

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Stephanie Mertens

Dozentin und Beraterin bei Dozentin Mertens
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Das sagt Stephanie Mertens von sich selbst:

Mir macht das Unterrichten viel Spaß. Als ausgebildete Dozentin, Kauffrau und Betriebswirtin biete ich Ihnen für Ihre Selbbständigkeit ein interessantes Spektrum.

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